frantic percussion ensemble

 

 

frantic: fieberhaft, rasend, außer sich

 

 

percussion:

in der Musik Oberbegriff für das Spiel aller Instrumentenarten der Schlag- und Effektinstrumente

 

 

ensemble: eine Gruppe von Musizierenden

 

Einen besseren Name konnte sich diese Gruppe junger musizierender Menschen nicht geben.

 

 

Wir haben diese Gruppe bereits im Januar kurz mit Bildmaterial und Videos vorgestellt. Jetzt folgt ein ausführliches Interview und einige aussagekräftige Links


Sie sind immer auf der Suche nach neuen Grooves, Klängen und Medien. Sie entdecken und erforschen neue perkussive Welten. Sie sind außer sich vor Spielfreude auf der Straße und auf der Bühne. Sie sind jung und frech, besitzen Können, Leidenschaft und den herrlichen Charme des Unverbrauchten.

 

Sie - das sind die sieben Musiker des „frantic percussion ensemble“ aus Lüneburg/Deutschland.

 

Bereits mit der Vorgängerversion, dem Schlagzeug-Ensemble „drumherum“,  bewies das Septett Schlagfertigkeit. Sie begeisterten das Publikum mit höchster Perfektion und enormen Kreativ-Potenzial. Sie "schlugen" bei den Musiktagen in Hitzacker, den Niedersächsischen Musiktagen, dem Projekt für Neue Musik „Heiderauschen“, beim NDR, dem Nachwuchsfestival Musik 21 und auf Konzerten in Deutschland, Italien, Polen und der Schweiz.

 

2009 und 2011 wurde das Ensemble jeweils mit einem Bundespreis beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ ausgezeichnet. 2010 erschien die erste eigene CD "Fettbemme“.

 

Das „frantic percussion ensemble“ widmet sich der zeitgenössischen Musik ebenso wie klassischen Schlagwerk-Stücken. Doch genauso wichtig sind eigene Kompositionen, dabei lassen die jungen Musiker Einflüsse verschiedenster Stile wie Drum n ́ Bass, Minimal Music und Jazz einfließen. Und überhaupt: Wer spielt schon auf alten Fahrrädern? Trotz ihres noch recht jungen Alters können die Jungs schon auf verschiedene Uraufführungen und Kooperationen mit renommierten Künstlern und Komponisten wie Matthias Kaul, Gordon Kampe, Benjamin Lang, Axel Fries, Benjamin Scheuer, „Elbtonal Percussion“ und den englischen Percussion-Stars „4-Mality“ verweisen.

 

Im August 2012 ist in Zusammenarbeit mit dem Lüneburger Label Conditura Records die zweite CD des Ensembles erschienen. Unter dem Titel „Wheeled“ verbirgt sich eine

Sammlung aufregender Kompositionen, Auftragswerke und Originale -  unter anderem von John Cage, Matthias Kaul, Eric Griswold, Benjamin Lang und Arvo Pärt. Auf einer Release-Tour durch Deutschland, Italien und die Schweiz hat das frantic percussion ensemble seine Arbeit einem begeisterten Publikum vorstellen können.

 

(Auszug Pressetext HP frantic percussion ensemble)

 

 Wie kommt man auf diese ausgefallene Idee?

 

Die Idee ist garnicht so ausgefallen. Gerade im klassischen Studium spielt man als Student immer wieder in reinen Schlagwerk-Ensembles. Aber auch an Musikschulen finden sich immer wieder solche Formationen. So ist auch das frantic percussion ensemble entstanden. Alle Musiker waren mal meine Schüler…

Wie findet ihr eure "Instrumente" oder kurz gesagt "Wie kommt man dazu, ein Fahrrad instrumental zu nutzen? Gibt es da Vorbilder für euch?

Neue Instrumente und Ideen kommen eher durch die Komponisten mit denen wir zusammen arbeiten und die neue Werke für uns schreiben. Unsere Aufgabe besteht dann mehr im "finden" von z.b. gut klingenden Fahrräder. "Wheeled" war eine Auftragskompositon von uns an den Komponisten und Klangforscher Matthias Kaul.


Kann man auf diesen "Instrumenten" auch nach Noten spielen, will sagen, gibt es Vorgaben für die Instrumentalisierung? Wenn ja, von wem und wie kommt man daran?

Grundsätzlich kann man alles irgendwie in Noten fassen. Egal auf welchem Instrument. Manchmal ist aber die direkte Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Komponisten sehr hilfreich, da manche Dinge auch graphisch notiert werden. Das kann sonst schonmal schwierig werden…

Bei manchen Werken ist die Instrumentierung frei wählbar. John Cage verwendet z.b. hin und wieder lediglich die Bezeichnung hoch - mittel - tief. Da sind dann unsere Ideen gefragt. 

Welche "Geräte" sind eigentlich spielbar? Gibt es für euch "Instrumente", die ihr garantiert noch benutzen könntet? Und wenn ja, welche sind das?

Alles ist spielbar. Es muss nur gut klingen bzw. sich richtig in den "klanglichen Kontext" einfügen. Blumentöpfe, Schneebesen, Fahrräder, Suppenschüsseln. Aber natürlich benutzen wir auch jede Menge traditionelle Klangquellen wie die verschiedensten Trommeln, Mallets, Klavier, Pauken u.a…

Könnte man sich auch vorstellen, dass ihr mit "Gesang" arbeitet? Wenn ja, wie könnte so etwas aussehen?

Bisher hat sich das noch nicht ergeben - ist aber durchaus möglich. In welche Richtung sich soetwas dann entwickelt ist vollkommen offen. In der Vergangenheit haben wir immer wieder mit verschiedenen Solisten zusammengearbeitet. Dabei waren z.b. eine Geige oder auch ein Didgeridoo und für 2015 ist die Zusammenarbeit mit einem Kammerorchester geplant.


Irgendjemand ist sicherlich der Ideengeber - oder ergibt sich das alles "einfach so"?.

Tatsächlich ergibt sich vieles einfach so, z.b. durch Anfragen von Veranstaltern. Gleichzeitig sind aber auch alle Musiker des Ensembles Ideengeber. Wir sind ja nicht alle klassische Schlagzeuger, sondern studieren ja in den unterschiedlichsten Bereichen. Wenn Musikpädagogen, Klassiker, Jazzer und Schulmusiker die Köpfe zusammenstecken und dann das ganze durch einen Politologen und PR-Fachmann nochmal hinterfragt wird - da kommen schon sehr interessante Sachen bei raus. Gerade das macht das Ensemble aus.

Wie sehen eure Zukuftspläne aus? Woran werdet ihr euch - betrachtet man die Zukunft - musikalisch orientieren?

Das ist vollkommen offen und wir lassen uns da treiben. Für 2015 ist u.a. eine neue CD geplant, die dann auch im Rahmen einer Tour durch Europa präsentiert werden soll. Das ganze wird sich an der Schnittstelle zwischen zeitgenössicher Musik und Straßenmusik bewegen. Ein sehr spannendes Projekt auf das ich mich sehr freue.

Wie sollten die Räumlichkeiten aussehen, in denen ihr auftretet. Was sind da die technischen Grundvoraussetzungen?

Wir brauchen immer etwas mehr Platz!!! Kleine Locations/Bühnen sind daher oft schwierig. Sehr gerne spielen wir in Kirchen und an etwas ausgefallenen Orten. Ansonsten haben wir keine großen Ansprüche.

Du, Daniel Orthey, bist selber an mehreren Projekten beteiligt. Uns ist bekannt, dass da neben dem Frantic Percussion Ensemble, dem Ulf Manu Quartett ja auch noch Christina Rommel ist. Wie bekommt man diese doch unterschiedlichen Musikstile unter einen Hut?

Ich mag die Abwechslung. So wird es nicht langweilig. Sich immer wieder auf neue musikalische Situationen einzustellen ist eine Herausforderung, die mich "wach" hält. Nur so kann ich die Musik auch geniessen. Egal welche das dann ist…


Ansprechpartner

frantic percussion ensemble

Daniel Orthey

Ovelgönner Weg 45

21335 Lüneburg

0179/3257572

www.frantic-percussion.com

www.facebook.com/franticpercussionensemble

www.danielorthey.com

Weitere Infos, Hörbeispiele und den ausführlichen  inhaltlichen Pressetext zur CD Wheeled beinden sich auf der Homepage

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"SONGS & WHISPERS" from Bremen is a live - music and artist development network
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DAP, Hamburg
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Official HP Ian Stenlake
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