PARA:NITE

Foto: Collage mTr
Foto: Collage mTr

Bildmaterial & Interview: mTr / Berit Seitz

Konzeption: mTr / Hartmuth Seitz

Das Vorwort

Die Idee „Para:nite“ zum Künstler des Monats zu machen, stammt tatsächlich von mir.

 

Ich bin für den Bereich Australien bei den Musik(T)räumern zuständig und nicht für Rock aus Deutschland. Nach diesem Abend in der „Schiffdorfer Stauschleuse“ muss ich sagen: Ich habe tatsächlich ein Faible für Rockmusik - DIE Rockmusik, die „Para:nite“ bietet.

 

Wie soll man etwas beschreiben, was man so noch nicht erlebt hat? Ich fuhr als Vertretung zu dem Konzert, nur ein paar Fotos schießen und wieder fahren! Ehe ich mich versah, war viel Zeit vergangen - ohne das man dies merkte. Ich stand begeistert vor der Bühne und schoss ganz automatisch Bild um Bild (340 in einer halben Stunde).

 

Begeistert fuhr ich nach Hause, nahm mir den bandeigenen Flyer vor, setzte mich an den PC und fing an zu recherchieren. 


Diese Persönlichkeit, die die Band zu vermitteln versteht, fesselte nicht nur mich. Das musste ich hinterfragen. Deswegen gab es von Arne Siewert (Voc./Leadgit.) eine Interview-Einladung vor dem nächsten Gig in einem der Bremerhavener Musik-Tempel:  „Kuddels Musikkneipe“.“

 

Wir trafen uns zwischen Soundcheck und Beginn des Auftritts und in der freundlich-familiären Atmosphäre des „Kuddels“. Nun verstand ich auch dieses andere Gefühl, was mich schon die ganze Zeit über nicht loslassen wollte. Ohne dem Interview vorgreifen zu wollen, das Stichwort ist Publikumskontakt.


Arne, Meike Blazek (die gleichzeitig Kuddels Tochter ist und sich um das Booking und die Werbung in „Kuddels Musikkneipe“ kümmert) und zwei „Musik(T)Räumer“ saßen da und es entwickelte sich ein lockeres, aber intensives Frage-Antwort-Spiel .

 

Nur eines noch Rockmusik? Für mich? Von „Para:nite“ immer wieder nur zu gerne.


Das Interview

Schon nach dem Gig am 22.05.2015 war für uns von den Musik(T)räumen klar, dass wir mehr über diese Rockband aus dem Kreis OHZ/HB wissen wollten. Es kam Kurzerhand kam zu einem Spontantreffen vor dem Auftritt im neuen „Kuddels“ in Bremerhaven am 13.06.2015. Zwischen Soundcheck und Konzert nahm sich Arne Siewert, Frontmann  der Rockformation, ein bisschen Zeit um mir Rede und Antwort zu stehen.

1.)

1.       Berit: Warum habt Ihr den Namen Para:nite gewählt?


Arne: Einen Namen für eine Band zu finden ist nie einfach. Auch bei uns war es ein längerer Findungsprozess. Wir wollten einen Namen der knackig, kurz und griffig ist. Der etwas Positives ausdrückt, aber auch im Kopf hängen bleibt.  Für Para:nite haben wir uns im Endeffekt entschieden, weil er diese Komponenten vereint, aber auch für die Kontroverse steht. Im eigentlichen Sinne bedeutet er „Gegen die Nacht“.

3.)

 Berit: In Eurem offiziellen Logo haben die beiden A´s  eine besondere Form. Vielleicht Segeln ähnlich. Gibt es dafür einen besonderen Grund?


Arne: Interessante Frage. Eigentlich nicht! Das ist eher Zufall. Die von uns gewählte Schriftart, die natürlich etwas auffälliger sein sollte, gibt das so her. Aber wenn man drüber nachdenkt und das mit dem Ort in dem wir uns gerade befinden verbinden wollen würden…..ja, warum nicht Segel oder vielleicht das Sail City. Ich denke aber das überlassen wir dann doch der Fantasie unserer Fans.

1.       

2)

1.       Berit: Wie hat der Doppelpunkt seinen Weg in den Bandnamen gefunden?


Arne: Zum einen spielt die Optik immer eine große Rolle. Da der Name ja nach wie vor eine Gegenüberstellung der Begriffe „GEGEN“ und „NACHT“ betonen sollte, war eine Trennung einfach selbstverständlich.


4.)

Berit: Wie würdest du Leuten gegenüber, die Para:nite nicht kennen, deine Band beschreiben?


Arne: Das ist Rock pur, mit Leidenschaft gelebte Musik, 4 Musiker die mit jeder Menge Lust und Spielfreunde auf die Bühne gehen, Kommunikation mit dem Publikum und ihren Fans lieben. Und was am Wichtigsten ist, wir sind mit der Zeit zu Freunden geworden. Eine Band ist wie eine kleine Familie. Das ist wichtig, weil man unglaublich viel und intensive Zeit miteinander verbringt.

5.)

1.       Berit: Wie habt Ihr Euch gefunden?


Arne: Einfach ist sowas eigentlich nie, es müssen ja viele Faktoren zusammen kommen. Aber die Musikergemeinschaft zwischen Bremen und Bremerhaven ist groß und sehr kommunikativ. Das läuft also viel per Mundpropaganda oder per Annonce. Bei uns war es von Beidem ein bisschen. Dabei war es dann eher Zufall, dass drei von uns auch aus derselben Gegend um Osterholz kommen. Zum Proben treffen wir uns allerdings ungefähr in der Mitte sprich in Bremen. Wenn Örtlichkeiten und Sympathie stimmen und Einigkeit über den Stil der Band herrscht kann´s losgehen. Bei uns war das so. Kurz gesagt: „Gesucht und Gefunden“.


6.)

1.       Berit: Vor einigen Wochen wart Ihr in der „Schiffdorfer Stauschleuse“ und habt Outdoor performed. Heute spielt ihr in „Kuddels Musikkneipe Bremerhaven“ also eine Indoor Performance. Gibt es einen Favoriten? Was sind da Unterschiede?


Arne: Wir spielen beides sehr, sehr gern. Man kann das eigentlich nicht favorisieren. Es sind völlig unterschiedliche Erfahrungen. Draußen ist man natürlich immer wetterabhängig, das Risiko, dass etwas schief geht oder das Ganze sprichwörtlich ins „Wasser fällt“ fährt immer mit. Macht es aber auch spannender. Das hat man in einem Pub oder Saal natürlich nicht. Zudem kann man drinnen das ganze Jahr Veranstaltungen abhalten, was draußen schwer möglich ist. Es hängt ja auch immer an den Örtlichkeiten selber, oft ist man draußen weiter vom Publikum entfernt, die Gefahr den Kontakt zu verlieren ist größer. Wenn wir das „Kuddels“ als Beispiel nehmen, könnt ihr sehen, dass man direkt bis an die Bühne  ran kann. Im Prinzip brauchen unsere Zuhörer nur die Hand ausstrecken und könnten uns berühren. Und wir können mal eben ins Publikum springen. 

Fotot: Zur Verfügung gestellt von A. Siewert /  para:nite
Fotot: Zur Verfügung gestellt von A. Siewert / para:nite

7.)

1.       Berit: Laut Flyer spielt ihr euer neues Programm auch unplugged. Rock unplugged wie geht das?


Arne: Das entlockt mir jetzt doch ein kleines Lachen. Rock unplugged geht sehr gut, gibt ja genügend bekannte und internationale Beispiele. Wenn man einen Song schreibt, sitzt man meist zuerst mit einer Akustikgitarre dran. Alles andere baut man ja erst später drum herum. Alle unsere Eigenkompositionen entstehen so. Wenn man es genau nimmt ist die Unplugged-Version also ein „Zurück“ zum Ursprung des Songs. Und genauso funktioniert das natürlich auch mit den Coversongs.

Die Idee dazu entstand, als wir eine Gig-Anfrage  bekamen, in welcher wir gefragt wurden, ob wir denn auch in einer etwas ruhigeren Umgebung spielen würden. Somit war die Unplugged Geschichte geboren. Man muss eben auch mal Flexibilität zeigen.

8.)

1.       Berit: Gestern „Stauschleuse“ und heute „Kuddels Musikkneipe“. Wo kann man Euch hier in der Gegend noch erleben?


Arne: Wir sind da für Alles offen. Letztes Jahr waren wir bei der „Langen Bandnacht“ in der „Alten Bürger“ dabei. Von Cuxhaven bis Hannover sind wir in diesem Jahr unterwegs. Im nächsten Jahr werden wir das „Dublin“ wieder bespielen. Und wenn das „Kuddels“ 2016 sein 10jähriges Jubiläum feiert, sind wir natürlich dabei.


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Open Air oder Indoor. Para:nite rockt es!

Foto: (c) mTr / B.Seitz

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"SONGS & WHISPERS" from Bremen is a live - music and artist development network
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DAP, Hamburg
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Official HP Ian Stenlake
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