Hermann Lammers Meyer

Bildmaterial, Realisation, Interview: Anne Briese

 

Hermann Lammers Meyer und seine Emsland Hillbillies stammen aus Aschendorf im Emsland.

 

1973 gründete HLM diese Gruppe, die auch heute noch sehr existent ist. Wir haben über Hermann Lammers Meyer bereits berichtet

 

Die Emsland Hillbillies rund um HLM, wie er in der Kurzform genannt wird, waren das Sprungbrett für so bekannte Namen wie Carl Carlton (Gitarre, Vocals, Drums) oder den Gitarristen der Band Trio, Kralle Krawinkel. Horst Bösing (Piano, Keyboards) verpaßte der Band Mitte der 70er Jahre einen rockigeren Stil.  Danach orientierte sich die Band mehr am traditionellen Country und der amerikanischen Outlaw-Bewegung um Willie Nelson.

 

Das sind viele Gründe, sich mit Hermann Lammers Meyer etwas mehr zu beschäftigen.

 

In diesem Fall ist Anne Briese für das Interview verantwortlich. Danke an die beiden.

 

Anne Briese: „1961 – A Love Song“. Wenn ich eine CD von Dir einlege, so fühle ich mich wie bei der Serie „Zurück in die Vergangenheit“ - zurückversetzt in eine gute, alte Zeit, in diesem Fall in eine Zeit, wo die Musik von Herzen gespielt wurde.

 

Hermann: Ich versuche bei den Wurzeln der Country Musik zu bleiben. Ich bin ein Fan des Sounds der 60iger Jahre, wo Steel, Piano, Fiddle und Guitar, sowie ein ansprechender Text - bzw. eine Geschichte - tonangebend waren.

 

Anne: Dann sind diese Wurzeln auch das Kriterum, das ein Lied erfüllen muß, damit Du es auf Deine CD nimmst ?

 

Hermann: Ganz genau. Der Sound muß stimmen und der Text muß mir persönlich etwas sagen. Ich liebe auch Songs die wie ein 3 – Minuten Road Movie sind, z.B. Tom T. Hall hatte das drauf, solche Lieder zu schreiben oder Bill Anderson.

 

Anne: „Neon Leon“ wiederum stammt aus Deiner Feder. Ist das Lied aus dem Leben gegriffen und entspricht einer wahren Geschichte? Wer/was inspirierte Dich zu diesem Titel ?

 

Hermann: Ich war in den 70iger Jahren mit Jürgen Koop, meinem Co-Produzenten in Austin/Texas ein paar Wochen in Houston, Texas, wo ich George Camp (Universitätsprofessor an der Rice University in Houston) kennenlernen durfte, mit ihm habe ich diesen Song damals entwickelt … und bereits ca.1990 einmal aufgenommen für eine Single, die mit Jimmy Day und Johnny Gimble aufgenommen wurde. Nun habe ich vor 2 Jahren diesen Song noch einmal eingespielt für das Album „1961 A Love Song“.. und die Musiker in Nashville waren sehr betroffen von dem immer noch aktuellen Text, wo es um vernachlässigte Musiker geht, wie sie von der „neuen“ Grand Ole Opry Führung behandelt werden, etc…und dann den Weg „ nach unten“ finden.. als Beispiel wurde da Leon Rhodes genannt.

 

Anne: „1961 – A Love Song“ – ein traumhafter Text – auch von Dir - da hast Du nicht zufällig vorher ein Buch von Nicholas Sparks gelesen („Ein Tag wie ein Leben“) ? zwinker...

 

Hermann: Ich muß sagen, ich kenn’ Nicholas Sparks gar nicht, smile.. zu meiner Schande ??? Die Idee kam mir auf einer langen Autofahrt.. Wie so viele Geschichten, die mir dabei so einfallen und dann irgendwann zu Papier gebracht werden. So. auch „Song for Sarah“.. todtraurig.. aber wunderbar. Songs sollen etwas erzählen.. Songs müssen berühren.

 

Anne: DAS tun Deine Songs definitiv.... wenn ich mich da mal outen darf, ich hab’ schon so bei dem einen oder anderen Titel von Dir echt Tränen laufen gehabt! In Deinen Booklets dankst Du immer Deiner Frau Anke und Deinem Sohn Mark. Wie kommen sie all die Jahre damit klar, dass Du so häufig unterwegs warst /bist – vor allem an den Wochenenden oder zu Aufnahmen nach Texas ? War das schon einmal ein Problem oder begleiten sie Dich manchmal ?

 

Hermann: In den ersten Jahren war Anke natürlich oft dabei, aber die Strecken werden länger und irgendwann kannte sie ja auch alles....Naja, daheim hat sie auch so viel zu tun und Studio-Leben, das war gar nichts für sie.. smile.. aber sie liebt das, was und wie ich es mache! Das gleiche gilt für Mark, meinen Sohn, der nun mittlerweile das gleiche macht, nur in einer anderen, musikalischen Welt: Hip-Hop, selbst- und „ gut“ gemacht.. das ist sein Leben.

 

Anne: Du hast immer viele Künstler, die an Deinen Projekten mitwirken, legst Du diese von vorn herein fest oder ergibt sich das so peaux á peaux ?

 

Hermann: Viele Begegnungen und Duettaufnahmen entwickeln sich während der Sessions in den Studios. Einiges ist natürlich auch geplant und dann durchgeführt worden. Ich bin zurecht stolz auf die Zusammenarbeit mit Kitty Wells & Johnny Wright, im Starday Studio, David Frizzell (The Best Part Of Nothing … wird gerade von HangingTree Records, Nashville als Radio Single promoted) Ja, Willie Nelson war ein Duettpartner bei 2 Songs, und natürlich „Pretty“ Miss Norma Jean, Johnny Bush, Clay Blaker, Michael Ballew, Billy Walker… und so einige mehr… und ich bin froh mein Steel Guitar Idol Buddy Emmons für fast all meine Sessions gewonnen zu haben.

 

Anne: Wo spielst Du lieber, USA oder Europa ?

 

Hermann: Kann ich gar nicht genau sagen! Ich liebe die Bühne, wo immer sie steht .. Es kann supertolle kleine Gigs in Deutschland geben, so wie hier vor kurzem im Hamburg im Chattahoochee oder natürlich mein „grandioses“ Konzert mit der Johnny Bush Show beim Houston Rodeo im Astrodome in Houston,Texas, wo ich 15.000 Cowboys und Cowgals begeistern durfte! Wo immer Fans zuhören.. da möchte ich musizieren…

 

Anne: Aha, ZUHÖREN.... da kann ich mir denken, wie Deine Antwort bei der nächsten Frage ausgeht: Spielst Du lieber vor 1000en von Leuten (z.B. Nürburgring) oder lieber „lauschig“, wie z.B. im Chattahoochee ?

 

Hermann: Lacht - Wie gesagt, es macht nicht die Menge, es macht die „Qualität“ des Hörers aus… bigsmile

 

Anne: Yup, schon meine Mutter pflegte zu sagen: „Kind, es kommt nicht auf die Quantität an, sondern auf die QUALITÄT !!“ Das trifft dann auch für Dein Publikum zu.

 

Anne: Hab’ herzlichen Dank für die Zeit, ich hoffe die Leser haben sich gefreut, die eine oder andere Anekdote von Dir gelesen zu haben.

 

Hermann: Es war mir eine Freude ! Und jetzt möchte ich auch gerne noch einmal auf meine tollen „Live Musiker“ verweisen, die mich seit Jahren so zuverlässig begleiten:

Hans Schleinhege an der Gitarre

Wolfgang Litter an der elektrischen Gitarre (sowie elektr. Mandoline)

Herbert Führs am Schlagzeug

Marion Möhring – vocals

Arnold Terveer am Bass,

Vielen Dank – Ihr seid eine tolle Truppe !!

 

VIDEO "Home of the damned" in Texas gedreht: http://www.youtube.com/watch?v=gBxhfZnt-No

 


www.hermannlammersmeyer.de


www.emslandhillbillies.de


www.myspace.com/hlammersmeyer


hermann.l.meyer@freenet.de>

hermann.l.meyer@freenet.de oder Tel: 04962 338

VIDEO "Home of the damned" in Texas gedreht

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"SONGS & WHISPERS" from Bremen is a live - music and artist development network
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DAP, Hamburg
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Official HP Ian Stenlake
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